Oceanogràfic Valencia Architektur | Ultimativer Reiseleiter

Als größtes Aquarium Europas ist Oceanogràfic Valencia ein zentraler Bestandteil des Komplexes der Stadt der Künste und Wissenschaften, einem kulturellen und architektonischen Wahrzeichen Valencias.

Architektur und Design des Oceanogràfic | Überblick

Oceanografic Valencia aquarium showcasing diverse marine habitats and aquatic life.
  • Offizieller Name: Oceanogràfic de València (Spanisch)
  • Status/Funktion/Attraktion Typ: Meereswissenschaftliches Zentrum & Öffentliches Aquarium
  • Standort: Stadt der Künste und Wissenschaften, Valencia, Spanien
  • Eröffnet: 2003
  • Bereich: Umfasst rund 110.000 Quadratmeter, darunter Seen im Freien und Themengebäude
  • Architektonischer Stil: Futurismus / Organischer Modernismus
  • Main Architects: Félix Candela (Bauplanung), mit den Architekten Alberto Domingo und Carlos Lázaro

Strukturelle Highlights des Oceanogràfic

Dünnschalige Betondächer

Der Eingang und das Unterwasser-Restaurant wurden von dem renommierten Architekten Félix Candela entworfen und haben geschwungene, hauchdünne Betondächer in Form von Seerosen und Wellen. Diese geschwungenen „dünnschaligen“ Dächer überspannen mehr als 35 Meter ohne Innensäulen und schaffen so weitläufige, dramatische Räume.

Gewölbtes Wunder

Das Dach des Unterwasser-Restaurants ist ein geometrisches Meisterwerk, das aus acht blütenblattartigen Gewölben besteht. Die Hülle sieht zwar zierlich aus, ist aber aus superstarkem, stahlfaserverstärktem Beton gefertigt und an den meisten Stellen nur 6 cm dick!

Intelligente Materialien, kühne Formen

Ingenieure nutzten fortschrittliche Betontechniken, um komplexe, wellenförmige Formen mit überraschender Stärke und Flexibilität zu formen. Diese Materialien ermöglichen große, elegante Strukturen mit minimaler Masse.

Entworfen wie die Natur

Inspiriert vom Leben im Meer, ähneln die Gebäude Muscheln, Wellen und Meerespflanzen, sodass die Architektur wie eine Erweiterung des Ozeans selbst wirkt.

Immersive Zonen

Jedes Gebäude repräsentiert ein anderes marines Ökosystem, von der Arktis bis zum Roten Meer, mit individuellen Designs, die das Lernen über den Ozean wie ein Abenteuer erscheinen lassen.

Oceanogràfic Architekt

  • Félix Candela ist der Architekt des Oceanogràfic Valencia im Komplex der Stadt der Künste und Wissenschaften. 
  • Candela, ein spanisch-mexikanischer Architekt und Ingenieur, ist bekannt für seine innovative Verwendung von dünnschaligen Stahlbetonstrukturen, den sogenannten Cascarones, die es ihm ermöglichten, große, offene und anmutige Räume mit minimaler Materialstärke zu schaffen.
  • Dieses Design bietet nicht nur ein visuelles Drama, sondern erinnert auch an die natürlichen Formen, die in der aquatischen Umwelt zu finden sind, und schafft eine Harmonie zwischen der Architektur und dem Meeresthema des Parks.
  • Candelas Ansatz für Oceanogràfic Valencia war sowohl künstlerisch als auch funktional. Er verwendete stahlfaserverstärkten Beton und fortschrittliche Konstruktionstechniken, um dünne, starke Schalen zu schaffen, ohne dass schwere Balken oder Säulen benötigt werden.
  • Das posthum fertiggestellte Oceanogràfic Valencia ist Candelas letztes großes Projekt und ein Zeugnis seiner lebenslangen Faszination für Geometrie, Natur und strukturelle Innovation.

Oceanogràfic Valencia Architektur

Allgemeines Designkonzept

Das Oceanogràfic wurde entworfen, um die Schönheit und Komplexität der Meereswelt widerzuspiegeln. Jedes Gebäude repräsentiert ein anderes aquatisches Ökosystem – von der Arktis und dem Mittelmeer bis hin zu tropischen Ozeanen und Feuchtgebieten.

Ikonische Dachkonstruktionen

Der auffälligste Beitrag des Architekten Félix Candela ist die Verwendung von dünnschaligen Betondächern, insbesondere für das Eingangsgebäude und das Unterwasserrestaurant. Diese Dächer sind von natürlichen Formen wie Seerosen und Wellen inspiriert.

  • Hypar Dächer: Sie haben die Form von hyperbolischen Paraboloiden (Hyparen) und sind leichte, gekrümmte Strukturen, die große offene Spannweiten ohne innere Stützen ermöglichen.
  • Grubengewölbe: Das Dach des Restaurants bildet ein anmutiges Gewölbe mit acht geschwungenen Lappen und bietet einen großen, offenen Speiseraum unter einem blumenartigen Baldachin.

Strukturelle Innovation

Das Oceanogràfic ist ein Wunderwerk der Technik und der Architektur:

  • Stahlfaserbewehrter Beton: Dieses hochmoderne Material macht die dünnschaligen Formen stark und haltbar, während sie gleichzeitig leicht und elegant sind.
  • Lastverteilung: Die doppelt gekrümmten Formen verteilen das Gewicht auf natürliche Weise durch Membrankräfte und nicht durch Biegung, was die Stabilität erhöht und gleichzeitig weniger Material verbraucht.
  • Effizienz der Spanne: Einige Strukturen überspannen mehr als 35 Meter mit nur 6 cm dicken Muscheln!

Biomimikry und Symbolik

Die Natur steht im Mittelpunkt der Gestaltung des Oceanogràfic:

  • Biomimetische Formen: Die Gebäude ähneln Elementen des Ozeans, Muscheln, Wellen, Blütenblättern oder Meeresbewohnern und helfen den Besuchern, sich mit der Meereswelt verbunden zu fühlen.
  • Emotionale Wirkung: Die fließenden Linien und organischen Kurven erwecken Ruhe, Neugierde und Staunen und unterstützen den Bildungsauftrag des Aquariums.

Architektonischer Stil

Oceanogràfic folgt einem neo-futuristischen Stil, der sich durch kühne Formen, Innovation und die Harmonie zwischen Technologie und Natur auszeichnet. Es ist visuell auf die anderen Gebäude der Stadt der Künste und der Wissenschaften abgestimmt und schafft so eine kohärente architektonische Erzählung über den gesamten Komplex.

Funktionelles Design und Besucherfluss

Jeder Bereich des Oceanogràfic ist thematisch und architektonisch unterschiedlich:

  • Zoneneinteilung: Die Besucher bewegen sich durch Zonen, die verschiedene globale Lebensräume repräsentieren.
  • Immersive Erlebnisse: Die Architektur unterstützt das immersive Geschichtenerzählen - von Tunneln, die von Haien umgeben sind, bis hin zu Iglu-ähnlichen arktischen Kuppeln, in denen Belugas leben.

Häufig gestellte Fragen: Oceanogràfic Architektur in Valencia

Der Bauplan wurde von dem Architekten Félix Candela mit Unterstützung der Ingenieure Alberto Domingo und Carlos Lázaro erstellt. Der Gesamtkomplex wurde als Teil der Stadt der Künste und Wissenschaften von Santiago Calatrava entwickelt.